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Früh am Morgen machten sich vor kurzem die Feuerwehren aus Falkenstein, Roding und Wald auf den Weg zur Staatlichen Feuerwehrschule nach Geretsried in Oberbayern, um ein Seminar in technischer Hilfeleistung abzuhalten. Nach einer kurzen Einweisung des Geländes und einer Sicherheitsbelehrung durch die Ausbilder Herrn von Schlichting und Herrn Holler bereiteten sich die 20 Teilnehmer auf das erste Übungsszenario vor.

Eine Person, dargestellt durch einen Rettungs-Dummy, war unter einer herabgestürzten Betontreppe eines Neubaugebäudes begraben worden und eingeklemmt. Nach Erkundung der Lage durch den Gruppenführer der Falkensteiner Feuerwehr wurde die schwere Treppe mit Stützmaterial unterbaut, um ein weiteres Verrutschen zu verhindern und die Person zu befreien. Neben der technischen Hilfeleistung galt es die verschüttete Person zu betreuen, was durch die Anwesenheit eines Feuerwehrarztes der Rodinger Wehr geschah. Erfreut hoben die Ausbilder hervor, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Feuerwehren reibungslos verlief. Sie hatten jedoch auch einige Kritikpunkte anzumerken, was im Grunde der Sinn der Veranstaltung sein sollte. So zeigten sie weitere Rettungsmöglichkeiten auf und stellten klar, dass im Vordergrund immer die zu rettenden Personen stehen.

Nachdem die Gerätschaften wieder in den Einsatzfahrzeugen verstaut waren, wechselten die Teilnehmer ihre Positionen und bereiteten sich nach einer kurzen Pause auf die nächste Übung vor. Diese lag auf einer bewaldeten, kleinen einspurigen Straße, welche  vom Rüstwagen der Rodinger Feuerwehr und dem Löschgruppenfahrzeug der Feuerwehr Falkenstein angefahren wurde. Ein Müllwagen hatte einen Personenwagen auf die Fahrerseite gedreht und gegen einen Baum geschoben. Eine Person war unter dem Lkw eingeklemmt und der Fahrer des Lkws musste befreit und versorgt werden. Beim Pkw zeigte sich die Situation schwieriger. Der Fahrer war eingeklemmt und auf dem Rücksitz befand sich ein Kind. Tatkräftig konnten die Teilnehmer die Lage in kurzer Zeit meistern und den Fahrer des Pkws sowie des Lkws mit Spreizer und Schere befreien. Zum Abschluss dieser Übung zeigten die Ausbilder weitere hilfreiche Tipps. Unter anderem, wie ein Lkw-Fahrer aus seinem Führerhaus schnell und schonend zu retten ist. Die Anstrengungen war den Teilnehmern sichtlich anzusehen, sodass man sich entschloss die Pause zu einem gemeinsamen Mittagessen zu nutzen.
         
Nach dem Mittagessen folgte eine weitere Übung an einem Bahnübergang. Ein Pkw hatte die Signale der Bahnanlage übersehen und war in einen mit gefährlichen Stoffen beladenen Güterwaggon kollidiert. Es konnte bei der Lageerkundung eine eingeklemmte Person im Fahrzeug sowie eine eingeklemmte Person zwischen Auto und Zug festgestellt werden. Mit Einsatzmitteln aus dem Rüstwagen gelang es den Güterwaggon mit rund 18 Tonnen anzuheben und die eingeklemmte Person auf der Motorhaube zu befreien. Rettungssanitäter der Wehr aus Roding übernahmen erneut die Betreuung der verletzten und eingeklemmten Personen. Weitere Trupps der Wehren kümmerten sich um die Erkundung des Waggons unter Atemschutz, die Absicherung der Einsatzstelle, dem Brandschutz und die Vorbereitung zur Befreiung der eingeklemmten Person im Fahrzeug, welche mit Hilfe von Rettungsschere, Spreizer und Säbelsäge befreit werden konnte. Da die Temperatur an diesem sonnigen Nachmittag sehr hoch war genoss man die Besprechung im Schatten, wo die Ausbilder weitere nützliche Tipps zu Waggons im Schienenverkehr gaben.

Nach einer kurzen Erfrischung folgte die nächste Einsatzübung. Diese führte die Wehren aus dem KBI Bereich Roding auf einen Bahnhof. Eine schwergewichtige Person war zwischen Bahnsteig und Personenzug eingeklemmt. Nach der Versorgung der eingeklemmten Person und Stabilisierung der Einsatzlage, konnte diese mit Hilfe eines Rollgliss aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Die abschließende Übung führte die Teilnehmer zu einem Silounfall auf dem Übungsgelände in luftige Höhe. Eine Person drohte im Silospeicher zu versinken. Mit Steckleitern und einem Rollgliss konnte ein Retter zur hilfebedürftigen Person in etwa fünf Meter Tiefe abgeseilt und über eine Schleifkorbtrage gerettet werden.

Im Schlussresümee schilderten alle Teilnehmer ihre Erlebnisse des Tages. Bei den Ausbildern Herrn von Schlichting und Herrn Holler bedankte sich der Organisator der Feuerwehr Roding, Daniel Greis. Gerne möchte man die Zusammenarbeit der Wehren untereinander weiter vertiefen und in Zukunft wieder diese Art von Übungen durchführen.

Bericht: Chamer Zeitung