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Tag und Nacht einsatzbereit - Die Stadtfeuerwehr Roding zog Bilanz 

Von der Feuerwache zog in Begleitung der Stadtkapelle Roding die Feuerwehr Roding vergangen Freitagabend zur Stadtpfarrkirche, wo Dekan Holger Kruschina eine Andacht abhielt. Im Anschluss fanden sich die geladenen Gäste und Mitglieder der Feuerwehr im City Hotel Roding zur Generalversammlung ein.
Vorsitzender Norbert Stuiber bat nach seiner Begrüßung um eine Schweigeminute, in der man aller verstorbenen Mitglieder, insbesondere derer im abgelaufenem Vereinsjahr, gedachte. In seinem Bericht informierte er die Anwesenden über viele Unternehmungen des Feuerwehrvereins. Mehr als 70 Termine waren hier im vergangenen Jahr neben dem aktiven Dienst zusammengekommen. Eine Vereinsmeisterschaft im Eisstockschießen, Festbesuche und das Überbringen von Glückwünsche an Jubilare sind nur Auszüge aus den vielen Tätigkeiten des Vereins. Höhepunkte waren der Feuerwehrball im Januar und das Floriansfest im Mai, welches wieder viele Besucher anlockte. Der Mitgliederstand beträgt zum Jahreswechsel 458 Personen. „Wir heißen gerne neue Mitglieder in der Feuerwehr willkommen“, so Vorsitzender Stuiber. Vier Mitgliederversammlungen und sechs Vorstandssitzungen wurden zudem abgehalten. Norbert Stuiber bedankt sich abschließend bei seinen Vorstandskollegen und allen Helferinnen und Helfern, die der Feuerwehr stets zur Seite stehen.
Die Tätigkeiten der aktiven Wehr können sich sehen lassen. 160 Einsätze schlugen hier zu Buche, so Kommandant Konrad Bauer in seinem Bericht. Die Einsätze zur technischen Hilfeleistung überwiegen nach wie vor denen der Brandeinsätze, wie die Jahresstatistiken der vergangenen Jahre zeigen. Anhand von Einsatzbildern erinnerte Bauer an eine Vielzahl von Einsätzen im letzten Jahr. Geringfügig haben Fehlalarmierungen gegenüber den Vorjahren zugenommen. Der Ausbildungsstand konnte bei zahlreichen Übungen oder Leistungsprüfungen erweitert und auf einem hohen Niveau gehalten werden. Für Lehrgänge an Feuerwehrschulen, wie zum Beispiel der des Drehleitermaschinisten oder des ABC-Einsatzes bis hin zum PSNV-Grundlehrgang, opferten die Floriansjünger unentgeltlich ihre Freizeit. Mit derzeit 62 Einsatzkräften sei man gut aufgestellt, so Kommandant Bauer weiter in seinem Bericht. Um ihnen den bestmöglichen Schutz zu bieten, habe die Stadt Roding im abgelaufenem Jahr kräftig investiert. Die Einsatzkleidung wurde nach über 17 Jahren und beachtlichen 2800 Einsätzen erneuert. Im Laufe des Jahres sollen weitere Teile der Schutzausrüstung erneuert werden, so Bauer.
Zum aktuellen Stand des Fuhrparks der Feuerwehr Roding berichtete stellvertretender Kommandant Franz Groß. 10.000 Kilometer brachte dieser bei Übungen und Einsätzen sowie Bewegungsfahrten auf die Straße. Bedenklich sei jedoch das Alter des Tanklöschfahrzeuges mit 30 Jahren, welches sowohl bei Brandeinsätzen, als auch bei technischen Hilfeleistungen als Zugfahrzeug für den Verkehrssicherungsanhänger zum Einsatz kommt. „Reparaturen werden immer schwieriger, da Ersatzteile nicht mehr erhältlich sind. Ein Ausfall des Fahrzeuges wäre fatal.“, so Franz Groß. Neben dem Tanklöschfahrzeug gilt es zudem ein wachsames Auge auf den Einsatzleitwagen zu haben, der bereits ebenfalls größere Mängel aufweist. Zählt es doch zum meisteingesetzten Fahrzeug des Bestandes. Die ersten Schritte für die Beschaffung eines Wechselladerfahrzeuges über den Landkreis Cham sind eingeleitet. Die Stadt Roding habe ihre Zustimmung gegeben und beteiligt sich, wie auch der Feuerwehrverein, mit einem höheren Betrag daran. Viele Reparaturen, Prüfungen und Wartungen sowie die Fahrzeug- und Gerätepflege der aktiven Mannschaft und der Jugendfeuerwehr wird ehrenamtlich durchgeführt, was für die Stadt Roding eine große Kosteneinsparung bringt, so Groß.
Viel geleistet hat auch die Jugendfeuerwehr. Jugendwart Tobias Hartl berichtet über viele Aktivitäten. Im vierzehntätigen Rhythmus traf man sich, um Gerätschaften oder Fahrzeuge kennen zu lernen und um für den jährlichen Wissenstest im November bestens gerüstet zu sein. Im Herbst machte sich die Jugendfeuerwehr auf, um über 180 Hydranten im Stadtgebiet winterfest zu machen. Nicht unerwähnt sei, dass sie den Verein bei Floriansfest tatkräftig unterstützen.
Im nächsten Tagesordnungspunkt berichtete Roswitha Meier über den aktuellen Stand der Kinderfeuerwehr, alias „Firekids“. Gemeinsam mit Markus Zaremba, Katharina Meier und Silke Zaremba wurde den Kindern viel geboten. Wichtig sei es dabei die Kameradschaft zu fördern. Viel Interesse zeigen die Kinder in den einzelnen Aufgabenbereichen der Feuerwehr, von Atemschutz bis hin zum Gefahrgut im Alltag. Natürlich soll dabei der Spass nicht zu kurz kommen. Ein Highlight des Jahres war für die Firekids der Besuch der Berufsfeuerwehr München im Oktober. Roswitha Meier bedankte sich für die Unterstützung aller Helfer sowie des Feuerwehrvereins, welcher fördernd hinter den „Firekids“ steht.
Kassier Dieter Hecht gab der Versammlung einen ausführlichen Finanzbericht. Die Kassenprüfer Alfred Stuiber und Alfons Heuberger konnten die hervorragende Führung der Bücher bestätigen, welche sie kurz zuvor geprüft hatten. Bei der Frage an die anwesenden Mitglieder zur Entlastung der Vorstandschaft gab es keine Einwände.
Nachdem die Ehrungen für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst und für 30 Jahre Atemschutz vollzogen waren, begrüßte Bürgermeister Franz Reichold die Versammlung. Er bedankte sich bei allen für den unermüdlichen Einsatz, vom Vereinswesen, dem aktiven Dienst bis hin zur Ausbildung. Die Stadt Roding unterstützt gerne die Feuerwehr und schätzt den Einsatz für dieses Ehrenamt. In einer Geschichte über die Erschaffung des Feuerwehrmannes zeigte Bürgermeister Reichold die Wichtigkeit dieses Dienstes. Kreisbrandinspektor Alfons Janker sieht die Feuerwehr Roding als eine wichtige Säule im Feuerwehrwesen im Stadtgebiet Roding und darüber hinaus. Kameradschaft sei sehr wichtig und es gilt diese stets zu pflegen. Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Roding, Arthur Stelzer, und Wachleiter des BRK Roding, Reinhold Humbs, sehen in ihren Grußworten die Feuerwehr Roding als Kollegen und Partner. Gegenseitige Hilfe sei hier an der Tagesordnung. Sei es bei Verkehrsregelungen oder der Tragehilfe durch die Drehleiter.
Tags darauf fand am Samstagmorgen ein Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Mitglieder der Wehr in der Stadtpfarrkirche Roding, welchen Dekan Holger Kruschina, Kaplan Sebastian Scherr und Diakon Dr. Matthias Nowotny zelebrierte, statt.
 
EHRUNGEN:
Für ihre 25-jährige Dienstzeit im Feuerwehrwesen überreichte Kreisbrandinspektor Alfons Janker gemeinsam mit Bürgermeister Franz Reichold das Feuerwehrehrenzeichen in Silber an Holger Loidl und Markus Zaremba. Viele Ausbildungen und Lehrgänge haben sie in dieser Zeit absolviert. Vom Jugendleistungsabzeichen, über den Atemschutzgeräteträger- und Maschinistenlehrgang bis hin zum Gruppenführer. Alexander Tag, Gerätewart für Atemschutz der Feuerwehr Roding, nahm aus dem Bereich Atemschutz die Ehrung für 30 Jahre Atemschutzeinsatz an Bernhard Premm und Ernst Marchl vor und überreichte ihnen eine Urkunde. „Das Wissen, was sich beide in dieser Zeit angeeignet haben und an ihre Kameraden weitergeben, sei unbezahlbar“, so Alexander Tag.

Fotos und Bericht: Chamer Zeitung