Newsletter

Unwetter

Hochwasserinfo Pegel Roding

Ohne Feuer, das jederzeit verfügbar war, hätte sich keine Kultur, keine Technik und Industrie entwickeln können. Doch diese Entdeckung hat auch unendliches Unheil zur Folge gehabt: Nachlässigkeit im Umgang mit Feuer und Mißbrauch haben in den vergangenen Jahrtausenden dazu geführt, daß kaum eine menschliche Ansiedlung vom Feuer verschont blieb. Ehemals war es die Aufgabe des Türmers, die Feuerpolizei zu üben. Seinen Stand hatte er im Kirchturm, weil er von ihm aus nicht nur die beste Übersicht hatte, sondern auch sofort bei Bemerken eines Feuers Sturm läuten konnte.... Auf seinen Feueralarm hin eilten alle Männer zum Brandplatz. Die Leitung der Lösch- und Rettungsarbeiten oblag dem Bürgermeister. K. Schwarzfischer berichtet, daß der Markt Roding schon 1833 eine Feuerspritze zum Preis von 800 Gulden ankaufte, deren Handhabung allerdings Sachkunde erforderte. Aber was halfen die besten Vorkehrungen, was half der Ankauf einer Spritze, wenn Übersicht und Sachkunde am Brandort nicht gegeben waren. Die Denkschrift, die die Fa. Engelhardt um die Mitte des letzten Jahrhunderts an die Magistrate verschickte, nannte die Dinge unverblümt beim Namen: ,,Nur selten befindet sich die Oberleitung bei einem Brand in der Hand eines Mannes, der die nötige Sachkenntnis und Energie besitzt. Gewöhnlich kommandieren viele, erlassen die widersprechendsten Anordnungen, so daß zuletzt niemand mehr weiß, wem sie gehorchen und was sie tun oder lassen sollten." K. Schwarzfischer berichtet: ,,Man schrieb das Jahr 1858, als sich die Bürger des Marktes Roding entschlossen, die Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen und eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen." Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts stießen zwei Grundsätze der Feuerbekämpfung unvermittelt aufeinander: das alte, nach Innungen gegliederte Löschsystem mit einem obrigkeitlichen Stab als Befehlsgremium und die neuzeitliche, auf Tüchtigkeit und Zuverlässigkeit des Einzelnen basierende Feuerwehr mit einem Kommandanten aus der Mitte der Wehrmänner, der für seine Befehle haftete. Die Satzung der Rodinger Feuerwehr hatte von Anfang an demokratische Züge, besonders die Grundsätze der Freiwilligkeit der Mitgliedschaft und das Mehrheitsprinzip bei internen Beschlüssen. Zum damaligen Zeitpunkt gab es in ganz Bayern in 20 Städten erst 23 Freiwillige Feuerwehren, in der Oberpfalz nur eine einzige, nämlich in Regensburg (gegr. am 20.1.1858). Im Jahre 1860 folgten 13 Gründungen, wobei erstmals nicht nur Städte, sondern auch die drei Märkte Roding/Opf., Ortenburg/Ndb und Wonsees/Ofr. Ortsfeuerwehren gründeten. Damit gehört die Freiwillige Feuerwehr Roding zu den ältesten Feuerwehren Bayerns: sie ist nachweisbar die zweitälteste Feuerwehr in der Oberpfalz!

 Ansicht des Marktes Roding um 1860

Der Gründungstermin der Freiwilligen Feuerwehr des Marktes Roding ist der 18 März 1860. Im Zusammenhang mit der Gründung der Rodinger Feuerwehr ist noch eine Tatsache interessant: Alle Vorarbeiten wurden, was durchaus nicht üblich war, in der Hauptsache schon vor der eigentlichen Gründung erledigt. Als dann am 9.3.1860 die Regierung im Namen seiner Majestät des Königs ,,die von den gemeindlichen Gremien in Roding beschlossene Einrichtung einer Feuerwehr, weil sie als sehr wünschenswert erscheint", genehmigte, konnte dieser schon am 18.4.1860 berichtet werden, daß ,,die Rodinger Feuerwehr organisiert, uniformiert und mit allen Requisiten versehen und das Steigerhaus errichtet" war. Zur Aufnahme in die Feuerwehr konnte sich jeder unbescholtene, mindestens 18 Jahre alte Rodinger oder Mitterdorfer Einwohner bewerben. Über seine Aufnahme entschied der Verwaltungsrat, der den Bewerber ohne Angabe der Gründe auch ablehnen konnte. Jeder Feuerwehrmann mußte vor dem Bezirksamt einen Diensteid ablegen. Der Kommandant wurde jeweils von der Mannschaft des Feuerwehrkorps gewählt mußte aber dann auch noch vom Landgericht und Regierung bestätigt werden. Aufgrund dieser Erfolge konnte man nicht umhin, Herrn K. Assessor Dr. Gehring ,,als Kommandant der Feuerwehr mit der Ermächtigung die Feuerwehr zu organisieren, ihre Übungen anzuordnen und zu leiten, in allen ihren Teilen die Feuerwehr bei Brandfällen zu befehligen, und die Disziplin unter ihren Männern handzuhaben" einzusetzen. Dies geschah am 12.04.1860. Von nun an hatte in Roding der Feuerwehrkommandant die Einsatzleitung am Brandplatz, nicht mehr der Bürgermeister, was sich - aufgrund der größeren Sachkenntnis - hervorragend bewährt hat. Die Ausrüstung der ersten Rodinger Freiwilligen Feuerwehr bestand aus einer großen Fahrspritze, einer Buttenspritze, zwei Handspritzen, einer großen Saug- und Druckspritze, 30 Feuereimern, 300 m Schläuchen, einem Requisitenwagen, zehn Leitern, drei Schlauchbrücken, einem Springtuch, einem Rettungsschlauch einem Rettungssack und einigen Kleingeräten. Hierzu kam noch die persönliche Ausrüstung jedes Wehrmannes mit Helm, Hakengurt etc.
Zur Unterbringung dieser Geräte stellte der Magistrat der Feuerwehr einen Raum im Untergeschoß des Rathauses zur Verfügung. Für Übungen und zum Aufhängen der Schläuche diente außerdem noch ein zweistöckiges, gezimmertes Steigerhaus am Espergelände. Der Chronist der Stadt Cham beschreibt: ,,Am 04.08.1861 kamen die Rodinger Feuerwehrmänner mit ihren Geräten unter Leitung ihres Gründers, des Landgerichts-Assessors Dr. Gehring nach Cham, um auch hier für den Feuerwehrgedanken zu werben und führten an dem Kellergebäude des Brauers Höchstetter am Steinmarkt Lösch und Rettungsübungen vor. Die Feuerwehr Roding zeigte sich bei der Übung schon recht gut geschult und geübt, so daß sie große Anerkennung bei den Stadträten und der Bevölkerung fand. Es dauerte noch 3 Jahre, bis es auch bei uns zur Gründung einer Feuerwehr kam." Die Männer der Rodinger Wehr hatten gerade in diesen Jahren viel Werbung für die neue Idee durchzuführen. Sogar aus einer solch bedeutenden Stadt wie Straubing, dem Zentrum des ,,Gäuboden" berichtet der Chronist Karl Schneider von einer Werbe-Schauübung, wo die Rodinger Wehr ihr Können zeigte. Die finanzielle Unterstützung der Regierung und der übrigen Institutionen, die Eigenleistungen der Wehr selbst sowie die erfahrene Leitung durch den Assessor Dr. Gehring ermöglichten der Feuerwehr, bald zu einem schlagkräftigen Feuerwehrkorps zu werden. Das Königliche Bezirksamt Roding schrieb am 26. 8.1865, daß sich die Feuerwehr Roding bei Feuersbrünsten sehr verdient und bewährt habe. Schon die Anschaffung einer neuen Saug- und Druckspritze im August 1865 brachte für Magistrat und Feuerwehr das Problem der Platznot mit sich, das durch die Erweiterung bzw. den Umbau des Gewölbes im Rathaus gelöst wurde: Seitdem diente dieses gesamte Gewölbe im Untergeschoß als ,,Requisiten-Lokal" und zwar fast für ein ganzes Jahrhundert Das damalige gute Verhältnis zu den Nachbarorten zeigte sich besonders bei zwei Großbränden, wo nicht nur die FW Roding im Einsatz war, sondern wo auch Rodinger Bürger halfen, wo sie konnten, indem sie Geld, Kleider und Lebensmittel für die Betroffenen zur Verfügung stellten. K. Schwarzfischer beschreibt diese Vorgänge so: ,,Am 13. Juli 1873 rief ein verheerender Brand in der Stadt Cham die Feuerwehr Roding zu Hilfe. Der Brand hatte vormittags 9 Uhr begonnen und wütete bis in die Nacht hinein. Von Roding aus war eine ungeheure Rauchsäule zu sehen. Es brannten 140 Wohnhäuser nieder. Während die Rodinger Feuerwehr und die meisten Rodinger Bürger in Cham löschen halfen, wurde durch ruchlose Hand in Roding selbst Feuer gelegt. Am Dachboden eines Wirtes am Marktplatz war in das Bett eines Knechtes ein brennender Kienspan gelegt worden. Das Bett fing sofort Feuer, doch wurde der Brandgeruch rechtzeitig bemerkt, und das Feuer konnte gelöscht werden. Am 4 Mai 1879 abends war im Markt Bruck ein Großfeuer ausgebrochen, durch das 43 Wohngebäude, darunter das Rathaus, vernichtet wurden. Auch hier beteiligte sich wieder die Feuerwehr Roding an den Lösch- und Rettungsarbeiten. Aber auch die Rodinger Bürger kamen ihrem Nachbarort zu Hilfe. Sie sammelten Geld, mehrere Säcke Kleider und Lebensmittel und fuhren alles am 7. Mai nach Bruck. Noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Feuerwehr mit Spritzen älterer Bauart ausgerüstet, deren Konstruktion längst überaltert war, woran der große Geldmangel der Gemeinde Roding die Hauptschuld trug. Kommandant Imhof wandte sich an alle möglichen Institutionen, jedoch immer ohne Erfolg. Welch glücklicher Zufall der FW Roding in dieser Lage zugute kam, schildert K. Schwarzfischer:
,,Die Feuerlöschmaschinenfabrik Braun in Nürnberg hatte aus Anlaß ihres 5O jährigen Geschäftsjubiläums für jeden der sieben bayrischen Kreise eine vierrädrige Saug- und Druckspritze im Werte von 1000 Mark als Ehrengabe gestiftet. Der Kreisfeuerwehrvertreter für die Oberpfalz ließ die begehrte Spritze unter den zahlreichen Feuerwehren der 17 Bezirksämter auslosen. Roding war der glückliche Gewinner. Die Spritze wurde kostenfrei zur Bahnstation Roding geliefert." Von der Jahrhundertwende ist uns - außer den Feierlichkeiten zum 40-bzw. 50jährigen Gründungsfest - nichts Erwähnenswertes überliefert. Doch dann stand in Roding eine Anschaffung an, wegen der sich viele Gemüter erhitzen sollten, nämlich eine leistungsfähige Motorspritze. Karl Schwarzfischer berichtet: ,,Am 17.9.1924 hatte der Verwaltungsrat der Feuerwehr beschlossen, eine Motorspritze mit Pferdebespannung zum Preis von 8500 RM zu beschaffen. Die schwierige Finanzierungsfrage wollte man in der Weise lösen, daß die umliegenden Gemeinden dem Markt Roding je Einwohner 1 Mark als unverzinsliches Darlehen zur Verfügung stellen. Das Bezirksamt unterstützte den Plan wärmstens, ein Teil der Gemeinden sagte auch die gewünschten Darlehen zu, ein anderer Teil lehnte sie meist wegen Geldmangels ab. Damit war das Vorhaben zunächst gescheitert. Das Interesse wuchs erst wieder, als am 20. Juli 1926 eine Motorspritze öffentlich vorgeführt wurde. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Roding waren hierzu viele umliegende Wehren und Gemeindevertreter erschienen. Die Leistungsfähigkeit der Maschine machte auf die Zuschauer großen Eindruck. Auf Drängen der Freiwilligen Feuerwehr und des Bezirksamtes entschloß sich schließlich der Marktgemeinderat am 15.7.1927, die Motorspritze zu kaufen." Schon im Jahr 1930 beschaffte die Gemeinde Roding die ,,Benzinautomobile Magirus-Motorspritze "Bayern" mit einer Kleinmotorspritze vom Typ ,,Goliath", die 550 l/min bei 60 m Förderhöhe erreichte.

 Magirus-Motorspritze "Bayern" Type "Goliath"

 

Wenn wir heute lesen, daß im selben Jahr noch 22 Mann für die „Imhofspritze", eine Saug- und Druckspritze mit Handbetrieb eingeteilt waren, neigen wir leicht zur Überheblichkeit, weil wir unwillkürlich Vergleiche ziehen zu unseren heutigen, hochtechnisierten und leistungsfähigen Kreiselpumpen. Wir sollten aber hierbei bedenken, daß die Feuerwehr nach damaligen Maßstäben gut ausgerüstet war, und daß sie mit diesem Gerät ihren damaligen Anforderungen durchaus gerecht wurde. Auch ist der zeitliche Abstand zu jener Epoche gar nicht mehr so groß: Viele der damaligen Feuerwehrmitglieder sind den Rodingern noch gut in Erinnerung!

 

Nach der ,,Machtübernahme" Hitlers wurde die Feuerwehr Roding als ,,Öffentliche Feuerwehr anerkannt, sodaß die Gemeinde von der Bildung einer ,,Pflichtfeuerwehr", wie sie in sehr vielen Orten bestand, befreit wurde. Dies war für die Gemeinde schon deshalb günstig, weil hier der Feuerschutz in Händen ruhte, die sich freiwillig regten, und zwar nicht nur bei Notfällen, sondern z. B. auch bei Arbeitseinsätzen wie dem Bau eines Schlauchtrockenturmes, der 1933 durch Feuerwehrangehörige unter Anleitung des Zimmermeisters Ruhland am Esper errichtet wurde. Dann kam die Zeit des II. Weltkrieges: Das Feuerwehrfahrzeug wurde mit grauer Tarnfarbe gestrichen und die FFW Roding wurde - trotz enormen Mitgliederschwundes aufgrund des Kriegsdienstes - zu Lösch- und Aufräumungsarbeiten nach Regensburg und sogar nach Nürnberg befohlen. Aber wie sah es nach dem Krieg aus: Mancher Wehrmann war noch in Kriegsgefangenschaft. Andere scheuten sich, schon wieder einer ,,Organisation" beizutreten, wo man eben erst mit der NSDAP bzw. ihren Gliederungen so schlechte Erfahrungen hinter sich hatte. Die „Liste der vorhandenen Geräte und Ausrüstungen der Feuerwehr Roding" spricht für sich und dokumentiert den Zustand nach dem Kriegsende deutlich: 

1 Autospritze Magirus LF 25
1 Tragkraffspritze TS8
1 Hand- und Druckspritze
2 Schubleitern
500 m Schläuche (größtenteils schadhaft: Nachersatz unmöglich)
2 Schlauchhaspeln
37 Hydranten
10 Uniformröcke (teilweise sehr abgenützt)
30 Löschhelme

Diese offensichtlichen Mängel konnten auch die Rodinger Stadtväter nicht mehr übersehen, und so stimmten sie nach der Stadterhebung Rodings im Frühjahr 1953 dem Ankauf eines Mercedes-Tanklöschfahrzeuges zu. Es würde bei weitem den Rahmen dieser Arbeit sprengen, genauer auf alle Ereignisse einzugehen, die für die Rodinger Feuerwehr bedeutsam wurden. Deshalb möge dieser knappe Überblick genügen! Trotzdem wollen wir nicht versäumen, darauf hinzuweisen, daß sich gerade in diesen Jahren Grundlegendes im Bereich des Feuerwehrwesens veränderte und die Aufgaben dieser Rettungsorganisation so explosionsartig zunahmen, daß man sie durchaus als ,,revolutionäre Entwicklung" bezeichnen kann.
Erst im Jahre 1963 entschloß sich die Stadt Roding auf Drängen der Feuerwehr, ein Feuerwehrhaus mit Schlauchtrockenturm zu erbauen. Dies war unbedingt erforderlich, weil der Platz im Alten Rathaus nicht mehr ausreichte. Außerdem nahm der Straßenverkehr enorm zu und das Ausrücken war mit Gefahren verbunden, besonders wegen des sehr engen Tores und der unübersichtlichen Stellen nach allen vier Richtungen, aus denen die Straßen an dieser Stelle zusammentreffen. Man beschloß daher die Errichtung von vier Unterstellhallen im ehemaligen Schulhof der Knabenvolksschule. Im Jahr 1966 begann für die Feuerwehr eine neue Ära: Josef Brantl gab das Kommando ab und Hans Albert machte die Übernahme des Amtes des 1. Kommandanten von bestimmten Zusagen durch die Stadt Roding abhängig. Im 1964 erbauten Feuerwehrhaus an der Adolf-Kolping-Straße standen nämlich lediglich zwei Fahrzeuge: das TLF 15 und der Leichenwagen. Die Stadt erfüllte die Forderungen der Feuerwehr schnell und unbürokratisch, sodaß schon 1967 das „Schwere Löschfahrzeug LF 8 Magirus" ausgeliefert wurde, das modernsten Anforderungen entsprach. Mit diesem Fahrzeug kam es zur ersten Spezialisierung der Feuerwehr, weil zur Ausstattung 4 Atemschutzgeräte gehörten.
Unsere Feuerwehr bemühte sich ab diesem Zeitpunkt, altes Feuerlöschgerät zu erhalten. So wurde die Handdruckspritze (Baujahr 1922) nicht verkauft, sondern aufbewahrt und 1984 restauriert. Heute steht sie im Ausstellungsraum der neuen Feuerwache. Ins Jahr 1973 fielen zwei Neuanschaffungen, nämlich die Magirus-Drehleiter DL 30 und der Mannschaftstransportwagen ,,Ford Transit", den die FFW aus der Vereinskasse selbst finanzierte. Damit war das Feuerwehrgerätehaus an der Adolf-Kolping-Straße voll belegt.
Durch die explosionsartige  Zunahme der Einsätze bei schweren Verkehrsunfällen und die Überalterung des LF 15 sah sich der Stadtrat gezwungen, ein neues Rüst-Tanklöschfahrzeug „TLF 16" anzuschaffen, das am 16. März 1976 vom Werk abgeholt wurde. Dieses Fahrzeug war nur im Feuerwehrhaus unterzubringen, indem man die 5 Fahrzeuge äußerst eng zusammenstellte - keine einfache Sache bei 4 Hallenstellplätzen mit je einem Tor! Diese drangvolle Enge führte 1978 zu ersten Überlegungen, wie diesem Übel abzuhelfen wäre, nämlich durch den Neubau einer ,,Feuerwache". Die starke Zunahme der Einsätze führte 1981 zur Umstellung der Alarmierungsart. Während bisher immer ,,laut" mit Sirene alarmiert wurde, kam jetzt die Umstellung auf „stillen Alarm". Neben dem Wegfall der Lärmbelästigung (eine Sirene war auf einem Mehrfamilienhaus installiert) hat man nun auch noch den Vorteil, verschiedene Einsatzgruppen in 3 Schleifen zu verständigen, und das fast Wichtigste: Die Schaulustigen hatten des Nachsehen. Zurück zum Bau der Feuerwache: Durch die Aussiedlung der Firma Schönberer war die Standortfrage  endgültig geklärt, denn der Stadtrat entschloß sich 1980, das Gelände mit den gesamten Gebäuden anzukaufen. Aufgrund verschiedener räumlicher und technischer Gegebenheiten mußte eine komplette Neuplanung der Feuerwache vorgenommen werden. Die Feuerwehr wählte einen feuerwehrinternen Bauausschuß, der in die Planung seine Vorstellungen einfließen lassen konnte. Das Ergebnis dieser Planung, die neue Rodinger Feuerwache, konnte am 18. Mai1985 bezogen werden. 6 Fahrzeugstellplätze, eine Werkstatt, eine Waschhalle, eine Funkzentrale und eine Atemschutzwerkstatt sind die wichtigsten Funktionsräume. Wachraum, Büro, Lager, Schlauchpflege, Duschen, Aufenthaltsraum, Lehrsaal, Jugendraum und Schlauch- und Übungsturm kommen dazu. Außerdem entwickelte sich im Zwischenbau von Wohntrakt und Feuerwache das Rodinger Feuerwehrmuseum. Auf zwei Geschossen werden Feuerwehrgeräte aus den Gründerjahren bis zu den 60er Jahren gezeigt. Für die Rodinger Feuerwehr ist somit eine Unterkunft geschaffen worden, wie sie den heutigen Anforderungen an die Feuerwehr entspricht. Nicht zuletzt die Motivation zur Freiwilligkeit wird mit diesem Funktionsbau wieder gestärkt. Die Raumnot hatte ein Ende und so konnte ein schon lange benötigter Einsatzleitwagen (BMW 520 i) angekauft werden. Viele schwere Verkehrsunfälle zeigten immer wieder die Notwendigkeit einer Seilwinde. Da die Feuerwehr Roding nach keinen Rüstwagen besaß, wurde 1986 als Übergangslösung ein gebrauchter Rüstwagen RW 1 von der Nürnberger Feuerwehr gekauft. Als Ersatz für das 34 Jahre alte Tanklöschfahrzeug wurde 1987 ein neues TLF 16 beschafft, das ebenfalls wieder mit der Ausrüstung „technische Hilfeleistung" bestückt wurde. Dieses Fahrzeug mit der 2. Rettungsschere ist somit ein Zwilling des 1976 angeschafften TLF's. 1992 ging der langgehegte Wunsch nach einem Rüstwagen in Erfüllung. Es konnte durch eine Abordnung der Feuerwehr Roding ein RW 2 auf Iveco in Weisweil übernommen werden. Der sich bis zu diesem Zeitpunkt noch im Einsatz befindliche Hilfsrüstwagen, wurde durch die FF Rötz übernommen. Dort ist das Fahrzeug bis zum heutigen Tag noch im Dienst. Das alte Mehrzweckfahrzeug wurde ebenfalls verkauft. Als Ersatz wurde ein gebrauchter Kleinbus der evang. Pfarrgemeinde hergerichtet. 1993 kam das erste Tanklöschfahrzeug endgültig in das Feuerwehrmuseum Roding. Dort steht es nun in einem voll funktionsfähigen Zustand. Das Jahr 1993 war in der Geschichte der Feuerwehr Roding das einsatzreichste Jahr überhaupt. Insgesamt mußten 337 Einsätze gefahren werden. Vom Flugzeugabsturz (Beucherling) über Gefahrguteinsätze (sog. ,,Farbeneinsatz") bis hin zum ,,Jahrhunderthochwasser" war alles vertreten. Ende 1994 wurde das Bayerische Alarmierungssystem „BASIS" in unserer Einsatzzentrale installiert. Ab diesen Zeitpunkt hat auch das Computerzeitalter die FF Roding erreicht.
Im Jahre 1995 wurde die Erdölfernleitung, kurz „MERO" genannt, durch den Landkreis Cham gebaut. Um für evtl. Schadensfälle gerüstet zu sein, wurde ein Ölwehrgeräteanhänger und ein Rettungsboot/Arbeitsboot (RTB 2) der Feuerwehr Roding zur Verfügung gestellt. Nach dem "Jahrhunderthochwasser" 2002 wurde für die Feuerwehr ein Versorgungslastwagen mit entsprechender Ladefläche angeschafft um benötigte Einsatzmittel schneller transportieren zu können. Auch die alte Drehleiter aus den 70er Jahren hat mittlerweile ausgedient, sie wurde durch eine moderne Magirus-Drehleiter auf Mercedes-Atego Aufbau ersetzt, Besonderheit hierbei ist der abwinkelbare vordere Teil des Leiterparks mit dem auch schwer zugängliche Hinterhofdächer erreicht werden können. Da die Aufgaben der Rodinger Wehr immer vielseitiger werden und in der momentanen Feuerwache nur begrenzter Platz vorhanden ist entschied die Stadtverwaltung im Jahr 2011 zwei Stellplätze an die Feuerwache anzubauen, die Arbeite wurden im Frühjahr 2012 begonnen, die Fertigstellung erfolgt aus Finanziellen Gründen im Frühling 2013. Da in naher Zukunft auch der zweispurige Ausbau der Bundesstraße 85 bevorsteht wurde im Jahr 2012 aus eigenen Mitteln ein Verkehrssicherungsanhäger angekauft und vn den Feuerwehrkameraden aufwendig restauriert. Ferner stehen in der Zukunft die Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug sowie weitere Kleingeräte an.
Die Feuerwehr fährt derzeit zwischen 150 und 200 Einsätzen im Jahr.