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Das Rodinger Floriansfest war ein voller Erfolg. Bereits am Samstag herrschte reger Besucheransturm – und der setzte sich am Sonntag, dem zweiten Tag, nahtlos fort. Ein Schmankerl: Bei der Veranstaltung bestand die Möglichkeit, auch das Feuerwehrmuseum zu besichtigen. Bevor der Gerstensaft fließen konnte, war es Bürgermeister und Schirmherr Franz Reichold, der mit nur wenigen Schlägen das erste Fass Bier anzapfte. „Das Floriansfest hat in Roding eine große Tradition, es eröffnet sozusagen die Festsaison in der Stadt. Zudem ist es hier in der Feuerwache schon ein besonderes Flair. Die Kameradschaft wird hier besonders groß geschrieben“, sagte Reichold. Die Feuerwehr sei ein wichtiger Faktor für die Bürger, denn wenn jemand in Not geraten sei, sei die Wehr stets zur Stelle.
Die Wehr stelle sich stets in den Dienst der Bürger. Doch helfen wollen und helfen können, das sei ein Unterschied. Die Rodinger Feuerwehr schaue allerdings, „wo es nur geht, dass sie ihre Gerätschaften auf dem aktuellsten Stand hält“, betonte er.
Vorsitzender Norbert Stuiber freute sich in seiner Begrüßung über den großen Zuspruch aus nah und fern sowie über die Anwesenheit der Ehrengäste. Im Gespräch mit unserem Medienhaus verdeutlichte Stuiber die Wichtigkeit des Floriansfestes. „Der Erlös wird für den Unterhalt und die Neuanschaffung von Fahrzeugen und Gerätschaften verwendet.“
Als nächste größere Investition steht die Anschaffung des Wechselladerfahrzeuges an. Hierzu sagte Stuiber: „Bei dieser Anschaffung werden wir uns ebenfalls wieder mit einem größeren Betrag aus der Vereinskasse beteiligen.“ Zu der Ausstattung der Wehr zählen neben sieben Einsatzfahrzeugen (zwei Klein- und fünf Großfahrzeuge) auch noch einmal die gleiche Anzahl an Anhängern. Unter anderem verfügt die Rodinger Feuerwehr über einen Verkehrssicherungsanhänger, der in der jüngsten Zeit gerade bei den Unfällen auf der B 85 des Öfteren im Einsatz war.
„Solch ein großer Fuhrpark muss nicht nur angeschafft und unterhalten, sondern auch gehegt und gepflegt werden. Für diese Aufgabe sind unter anderem unsere Maschinisten – vier pro Fahrzeug – unter der Regie und Hilfestellung unseres Gerätewarts zuständig“, sagte Stuiber.
Bislang ist man in diesem Jahr noch von größeren Einsätzen verschont geblieben, so war man nur in durchschnittlichem Maß gefordert. Die Wehr zählt derzeit 60 aktive Kameraden; des Weiteren – und dies freut Stuiber am allermeisten – gehören 20 Kinder der Kinderfeuerwehr an. Die Jugendfeuerwehr umfasst derzeit acht Mitglieder.
Gerade im Nachwuchsbereich hat die Feuerwehr Roding aber zu kämpfen, wie Stuiber im Interview erläuterte. „Es wird natürlich für uns immer schwieriger, Nachwuchs zu gewinnen, die Interessen sind mittlerweile sehr vielfältig, und oft stehen andere Hobbys als die Feuerwehr im Vordergrund.“
Umso stolzer ist der Vorsitzende, dass die im vergangenen Jahr gegründete Kinderfeuerwehr, in Roding besser bekannt als „Fire-Kids“, so eingeschlagen hat. „Das ist natürlich der Grundstock, den wir für die Zukunft brauchen. Die Kinder werden hier gefördert und spielerisch an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. Wir haben hier einen guten und richtigen Schritt getätigt. Mit 15 Kindern haben wir begonnen, mittlerweile hat es sich bei 20 Kindern eingependelt.“
Einen Hauptgrund für den Erfolg sieht Stuiber auch darin: „Es sind hier Leute am Werk, die ihr Handwerk verstehen, mit Markus und Silke Zaremba sowie Kathie und Roswitha Meier. Drei davon sind Erzieher in ihrem Beruf und das merkt man schon.“ So hofft Norbert Stuiber darauf, dass man diesen Grundstock für die nächsten Jahre beibehalten kann. Schon im kommenden Jahr können die ersten Kinder von den „Fire-Kids“ in die Jugendfeuerwehr wechseln.
Mitmachen können in der Nachwuchs-Truppe alle Kinder ab acht Jahren. In monatlichen Gruppenstunden werden sie spielerisch an das Thema Feuerwehr herangeführt. Zudem erlernen sie, wie man sich in Not- und Gefahrensituationen verhält. Mit zwölf Jahren können die Kinder in die Jugendfeuerwehr wechseln.

(Bericht: Mittelbayerische Zeitung)