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Öffnungszeiten

Das Feuerwehrmuseum der Stadt Roding ist nach telefonischer Vereinbarung jederzeit zu besichtigen. Der Eintritt ist frei!

Wir bitten jedoch bei Gruppenbesuchen bzw. bei Wunsch einer Führung um eine frühzeitige Anmeldung bei der Stadtverwaltung unter Tel.: 09461/9418-0

Sehen Sie anbei einen Werbebeitrag des Fernsehsenders TVA

Ausstellungsstücke im Feuerwehrmuseum:

Wer heute die modernen Tanklöschfahrzeuge oder Rüstwägen mit blitzenden Blaulichtern und Martinshorn durch die Straßen fahren sieht, kann sich kaum mehr vorstellen, wie das noch zur Jahrhundertwende war, als Pferdegezogene Handdruckspritzen und Glockengebimmel über das Kopfsteinplaster fegten. Einen Streifzug durch das Feuerwehrwesen von 1860 bis in die 50er Jahre dieses Jahrhunderts kann man jedoch noch im Rodinger Feuerwehrmuseum gedanklich und bildlich nacherleben. Auf zwei Stockwerken sind über 250 Exponate historischer Feuerwehrgeräte, Uniformen und Dokumente zu sehen.

Großgeräte

 
1. Handdruckspritze der FFW Roding aus dem Jahr 1922 mit der Bezeichnung „Maschine Imhof". Messingpumpenwerk, Saugschläuche, 10-sitzig, mit Hand- und Pferdezugdeichsel und 2 Pumpstangen.
Hersteller: Magirus München, Werk Ulm. 1984 generalüberholt.

2. Bottichspritze der Freiwilligen Feuerwehr Zimmering mit einkolbigem Messingpumpwerk und kupfernem Druckbehälter.
Hersteller: J.W. Engelhardt&Co., Fürth. 1985 restauriert.

3. Fahrbare Schubleiter der Freiwilligen Feuerwehr Mitterdorf aus dem Jahr 1907. Zweiteiliger Leitersatz mit Läutwerk.
Hersteller: Paul Ludwig, Bayreuth. 1985 teilrestauriert.

4. Handdruckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Mitterdorf aus dem Jahr 1907. Sechssitzig mit Messingpumpwerk, Saugschläuchen, Kupfersaugkorb, Schlauchhaspel, Messingstrahlrohren, Kerzenlaternen, Pumpstangen und Pferdezugdeichsel.        Hersteller: Paul Ludwig, Bayreuth.
  5. Zweirädiger Motorpumpenanhänger (abprotzbar) der Freiwilligen Feuerwehr Wetterfeld aus dem Jahr 1930. Abnehmbare DKW-Motorpumpe. Fördermenge 550 Liter. Vollgummibereift. Mit Schläuchen, Saugkorb und Dreiverteiler.
Hersteller: Magirus, Ulm. 1982 generalüberholt.

6. Zweirädriger Motorpumpenanhänger (abprotzbar) der Freiwilligen Feuerwehr Neubäu aus dem Jahr 1930. Abnehmbare Breuer-Höchst-Motorpumpe. Fördermenge 600 Liter. Vollgummibereift. Mit Saugschläuchen, Strahlrohren, Schlauchhaspeln und Dreiverteiler.
Hersteller Magirus, Ulm.

7.  Handdruckspritze mit hölzernem Schlauchhaspelanhänger der Feuerwehr Fronau aus dem Jahr 1881. Viersitzig mit Messingpumpwerk, Saugschläuchen, Saugkorb, Pumpstangen und Pferdezugdeichsel.
Hersteller: E. Kirchmeier&Söhne, München.
8. Handdruckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Ziehring aus dem Jahr 1906. Viersitzig mit Saugschläuchen, Kupfersaugkorb, Schlauchhaspel, Strahlrohr und Kerzenlaterne. Mit einer Hand- und einer Pferdedeichsel.
Hersteller: Paul Ludwig, Bayreuth.
9. Bottichspritze der Freiwilligen Feuerwehr Obertrübenbach. Eiserner Bottich mit zweikolbigem Messingpumpwerk. Hersteller: E. Kirchmeier&Söhne, München.
  10. Handdruckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Obertrübenbach aus dem Jahr 1896. Zweisitzig mit Messingpumpwerk, Saugschläuchen, Schlauchhaspel, Strahlrohr, Pumpstangen, und Pferdezugdeichsel.
Hersteller: Justus Christian Braun, Nürnberg.

11. Handdruckspritze der Freiwilligen Feuerwehr Wiesing aus dem Jahr 1899. Zweisitzig mit Messingpumpwerk, Saugschläuchen, Saugkorb, Strahlrohr sowie Pumpstangen und Pferdezugdeichsel.

12. Handziehbare Schlauchhaspel in Holzbauweise der Freiwilligen Feuerwehr Neubäu.

13. Zweirädiger Motorpumpanhänger der Freiwilligen Feuerwehr Zell. Baujahr unbekannt, jedoch bis 1930 Motorpumpe bei der Freiwilligen Feuerwehr Roding. Fest eingebaute Magirus-Motorpumpe mit einer Fördermenge von 1000/800 Liter. Vollgummibereift mit Saugschläuchen, Schlauchhaspel, Saugkorb, Zweiverteiler, Messingstrahlrohr.

14. Tragkraftspritzenfahrzeug Ford Transit „FK 1000" der Freiwilligen Feuerwehr Zimmering. Als letztes Fahrzeug dieser Art in der Gemeinde Roding 1985 ausgesondert. Baujahr 1965.

15. Feuersirene als Dachsirene bis 1985 bei der Freiwilligen Feuerwehr Wetterfeld in Betrieb. Baujahr unbekannt.

16. Zweirädriger Motorpumpenanhänger (abprotzbar) der Freiwilligen Feuerwehr Stamsried. Diese sogenannte „HJ-Spritze" mit dem Baujahr 1940 wurde in der Hitler-Ära von Stamsrieder Feuerwehrmännern bei einem Feuerlösch-Wettbewerb gewonnen. Er enthält eine abnehmbare TS 4  mit Sachs-Motor und Saugkorb, Schlachhaspel, Strahlrohr und Saugschläuchen: Paul Ludwig, Bayreuth. Von diesem Typ sollen in ganz Bayern nur noch 4 Exemplare existieren. Ein originalgetreuer Nachbau dieser HJ-Spritze wurde von den Werkstätten der Berufsfeuerwehr München für das Deutsche Museum in München angefertigt.

17. Das TLF 15 (Baujahr 1953) war das erste Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Roding sowie des gesamten Altlandkreises Roding. Der Aufbau stammt von der Firma Metz/Karlsruhe. Bei dem Fahrgestell handelt es sich um einen Mercedes LFA 3500. Ein paar technische Daten: 90 PS, 2800 U/min., 4580 Kubikzentimeter Hubraum, sechs Zylinder. Besatzung 6 Mann, 2400 Liter Tank, Pumpleistung 1500 Liter/Min.
Genau 40 Jahre war das Fahrzeug im Einsatzdienst. Zuletzt diente es als 3. Tanklöschfahrzeug. In diesem Zustand kam es auch, noch voll einsatzbereit in das Feuerwehrmuseum.

18. Ein weiteres wertvolles Gemälde, ist ein Gemälde von Rotting um 1400. Das Bild stammt aus dem Besitz der Familie Dieß. Es wurde durch Georg Dieß neu restauriert. Die Schenkung hängt nun seit 1992 im Feuerwehrmuseum der Stadt Roding.

19. Im Jahr 1992 konnte durch den 1.Kdt. der FF Roding Josef Bauer, zum Preis von 200,- DM eine interessante Urkunde erworben werden. Diese Urkunde stammt aus dem Jahre 1888. Es handelt sich um eine sogenanntes „Ehrendiplom" des Bayrischen Landesfeuerwehrausschußes. Es wurde am 25. August 1888 dem Rodinger Feuerwehrmann Max Fellner für 15 Jahre Feuerwehrdienst verliehen. Der Rahmen stammt aus der Rodinger Schnitzerschule (1880 bis 1890). Der Rahmen wurde 1992 neu restauriert.

20. Als es zur Wiedervereinigung zwischen der damaligen DDR und der BRD kam erwarb die Firma Wengler Regenpeilstein einen sog. Feuerlöschanhänger aus DDR-Beständen. Als Erinnerung an dieses Ereignis wurde dieser Werksfeuerwehranhänger dem Feuerwehrmuseum zur Verfügung gestellt.

21. Die Ausrüstung entspricht den Geräten einer Löschgruppe. Bermerkenswert ist allerdings, daß in diesem Anhänger 4 Atemschutzgeräte zu finden sind. Ansonsten entspricht die Ausstattung der in Bayern gebräuchlichen Anhänger.
Tragkraftspritze im 1. Stock.

30. Tragkraftspritze TS8/8 der Freiwilligen Feuerwehr Friedersried aus dem Jahr 1931. Mit wassergekühltem Breuer-Antriebsmotor und Flüssigkeitsringenlüftungspumpe.
Hersteller: Magirus, Ulm

31. Tragkraftspritze PII 28 der Freiwilligen Feuerwehr Strahlfeld. Fördermenge 600 Liter. Mit Flüssigkeitsringenlüftungspumpe und wassergegkültem Breuer-Boxermoter. Unrestauriert Originalzustand.
Hersteller: Magirus, Ulm.

32. Tragkraftspritze TS 6/6 der Freiwilligen Feuerwehr Trasching aus dem Jahr 1952. Mit Gasstrahler-Entlüfungseinrichtung luftgekühltem 2-Zylinder Jsomotor.
Hersteller: Carl Metz.

33. Tragkraftspritze TS 6/6 der Freiwilligen Feuerwehr Zimmering aus dem Jahr 1955. Handkolbenentlüfungspumpe mit luftgekühltem 2-Zylinder Gutbrobmotor
Hersteller: Klöckner Humbold Deutz.

34. Tragkraftspritz TS 4/4 der Freiwilligen Feuerwehr Altenkreith. Handkolbenentlüftungspumpe mit luftgekühltem Einzylinder Triumphmotor.
Hersteller: Carl Metz.

35. Tragkraftspritze TS4 der Freiwilligen Feuerwehr Obertrübenbach. Handkolbenentlüftungspumpe mit luftgekühltem Einzylinder Fichtel&Sachs Motor.
Hersteller: Ziegler, Gingen.

36. Eine Tragkraftspritze 8/8 Baujahr 1962 der Firma Ziegler ist ein Vertreter der am häufigsten in unserer Gegend verwendeten Tragkraftspritzen. Der Antrieb erfolgt mit dem 34 PS VW Motor. Bei dieser TS handelt es sich um eine Leihgabe der FF Kalsing.

37. Die Firma Weber, Rettungsgeräte, schenkte dem Feuerwehrmuseum Roding einen Rettungssatz bestehend aus einer Rettungsschere S90 und einem Rettungsspreizer SP30. Dies waren in den 80´er Jahren die Standardausrüstung für Technische Hilfeleistung.
In den Vitrinen V1 - V12 befinden sich viele sehenswerte Kleingeräte, Ausrüstungsgegenstände, Uniformen und Dokumente. Einige bemerkenswerte sind nachfolgend aufgeführt:
V1: Spritzenmeisterhammer der Freiwilligen Feuerwehr Roding: Er wurde verwendet, um hart zu öffnende oder zu schließende Schlauchkupplungen nachzuschlagen.
Der Tambostab des Rodinger Feuerwehrspielmannszuges war lange Zeit nich mehr auffindbar. In den 90´er Jahren konnte dieser Stab wieder ausfindig gemacht werden  und wird seitdem in dieser Vitrine wohlbehütet, sowie eine Querflöte aus Holz. Dieser Spielmannszug existierte in den 50er Jahren zuerst als reiner Spielmannszug und ab 1956 als Fanfarenzug, bis er 1959 aufgelöst wurde.

V2: Nr. 77 Kohlensäure Trocken Feuerlöscher aus Messing von der Freiwilligen Feuerwehr Cham. Hersteller: Total.
Nr. 127 Zweitönige Messing-Signalhupe (verchromt) mit Kommandantenkordel der Freiwilligen Feuerwehr Roding.

V3: Gründungsdokumente der Freiwilligen Feuerwehr Roding. Sie stammen aus den Jahren 1860 und reichen bis ins Jahr 1930. In einem Mitgliederbuch werden Name und Beruf der ersten Feuerwehrmänner Rodings aus dem Jahre 1860  aufgeführt. Erstes Mitglied war Pongratz Mathias, der am 14. März 1860 in die Freiwilligen Feuerwehr Roding eintrat.
Ein Telegramm gibt Auskunft über die Zerstörung Rodings durch einen Großbrand im Jahre 1868. Weiterhin findet man in der Vitrine die erste Feuerordnung für den Markt Roding. Von großer Bedeutung dürfte eines der ersten Exemplare der „Deutschen Feuerwehrzeitung" sein. Es ist eine Ausgabe vom 5. Oktober 1860, also genau aus dem Jahr, in dem die Deutsche Feuerwehrzeitung in Stuttgart gegründet wurde.
Außerdem befinden sich in der Vitrine Orden und Anstecknadeln aus der Gründerzeit und der Zeit der beiden Weltkriege.

V4: Nr. 155 Messingsaugkorb mit Schlaucheinband der Freiwilligen Feuerwehr Roding.
Nr. 109: Schlauchbinde der Freiwilligen Feuerwehr Neubäu mit Leinengurt und Eisenverschluß sowie der Aufschrift „Neubäu".

V5: Nr. 78 Volksgasmaske der Freiwilligen Feuerwehr Cham mit Filter, Tragedose und Gebrauchsanleitung. Herst. August Zscheidrich.

Nr. 123 Feuerwehraxt mit Holzstiel der Freiwilligen Feuerwehr Roding. Im historischen Buch von C.D. Magirus heißt es dazu :"Die Feuerwehraxt  ist von je her schon von jedem Feuerwehrmann benutzt worden. Vornehmlich zum Einschlagen von versperrtem Tür oder Tor, aber auch zum Loshacken von Vieh aus brennendem Stalle. Es ist eines der wichtigsten Werkzeuge, das er bei sich trägt."

V6: Guterhaltener Ledereimer aus Neubäu. Mehrere dieser Löscheimer wurden in früherer Zeit mittels einer Menschenkette von der Wasserentnahmestelle bis zum Brandherd von Hand zu Hand gereicht. Dieser Eimer ist Privateigentum von Gerhard Glück, Neubäu.
Sturmlaterne der Freiwilligen Feuerwehr Cham: Wurde als Sicherungslampe bei Einsätzen verwendet oder als Sicherungsleuchte für die abgestellte Handdruckspritze.

V7: Messinghelme mit Kamm der Freiwilligen Feuerwehr Fronau. Mannschafts- und Kommandantenhelm mit Lederinnenaussattung.
Hersteller: J.G. Lieb, Biberach an der Riss.

V8: Verschiedene wertvolle Lederhelme. Eine Leihgabe des Kreisheimatmuseums in Walderbach, Lkr. Cham.

V9: Feuerwehr-Uniformjacke aus dunkelblauem Tuch der Fa. Feller Eckert, Lauing. Ehemalige Uniform der Freiwilligen Feuerwehr Roding. Feuerwehr-Uniformjacke der Freiwilligen Feuerwehr Cham mit Ämelabzeichen, Silberknöpfen und rotem Biesen.

V10: Komet Luftschaumrohr der Freiwilligen Feuerwehr Cham. Mit C-Anschluß und eingebautem Zumischer D, Typ II D. Baujahr 1944.
Hersteller: Total-kom.-Gesellschaft, Apolda-Berling.
Verschiedene wertvolle Lederhelme (z.T. Leihgabe des Kreisheimatmuseums Walderbach).

V11:Nr. 95 Messingstrahlrohr L68 der Freiwilligen Feuerwehr Fronau. Rundgewinde mit 9er Mundstück und teilweiser Schnurwicklung.

Nr. 83 Feuerwehr-Schirmmütze der Freiwilligen Feuerwehr Roding. Gestiftet von Karl Sedlmeier, Roding. Dunkelblauer Tuchstoff mit roten Biesen und silberner Kommandantenkordel.
Kerzenlaterne der Freiwilligen Feuerwehr Cham.

Nr. 189: Sicherheitsgurt der Freiwilligen Feuerwehr Regenpeilstein. Leinengurt mit doppeltem Lederverschluß, Eisenkarabiner und zusätzlich zwei Lederschlaufen.

Nr. 69: Steiger-Hammer der Freiwilligen Feuerwehr Cham mit Ledertasche und Mauerhaken.
Beim Treppenaufgang: Feuerwehrfahne der Freiwilligen Feuerwehr Kalsing. Luftschaum-Kübelsspritze der Freiwilligen Feuerwehr Cham. Originalzustand: „LFG" mit Schlauch- und „Schaumextrakt"-Behälter.
Hersteller: Feuerwehr Geräte Gesellschaft Dresden.
Dräger Frischluftgerät der Freiwilligen Feuerwehr Roding aus dem Jahr 1958. Wurde bis 1987 bei der Freiwilligen Feuerwehr Roding als umluftabhängiges Atemschutzgerät eingesetzt!